Samstag, Mai 06, 2006

Berliner Philharmonie

Einen Blick hinter die Kulissen der internationalen Welt klassischer Musik gewährte mir gestern mein Grossonkel Christoph, der mich in die Berliner Philharmonie - das Pendant zur Zürcher Tonhalle - einführte. Er war 37 Jahre bei den Berliner Philharmonikern und hat die Gruppe der 12 Cellisten mitbegründet, die u.a. dafür bekannt wurden, dass sie Stücke von Bach bis Beatles für 12 Celli arrangierten.



Christoph blickt auf ein kosmopolitisches Leben zurück, ist durch die halbe Welt getourt, war insgesamt 18 Mal in Japan, dessen Kultur er noch immer angetan ist. Seit seinem Schlaganfall kann er leider nicht mehr Cello spielen, nimmt aber noch immer aktiv am Orchesterleben teil. Er führte mich durch die Künstlereingänge und zeigte mir in der Musikerkantine vor dem Konzert und in der Pause die Grössen der aktuellen internationalen Musikszene und klärte mich über deren familiäre und amouröse Verstrickungen auf. Mich führte er jeweils als sein Nichte vor. Als ich ihn darauf hinwies, meinte er schmunzelnd: Grossnichte versteht ja keiner.
Das Konzert war zwar ruhig, aber hervorragend: Schostakowitsch und Silvestrov.

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