Montag, Juli 24, 2006

Der neue alte Fernsehturm

Ich kann es kaum erwarten bis der Fernsehturm in altem neuem Glanz wieder über Berlin strahlt!

Zu Beginn fand ich die Idee, während der WM die Kugel des Turms in einen Fussball zu verwandeln, eigentlich ganz witzig. Als sich die Aktion dann aber als gigantische Werbeaktion in der Corporate Design-Farbe der ehemals staatlichen deutschen Telekom T-Com entpuppte, schwand meine Begeisterung. Als ich dann noch die hier beschriebenen fantastisch mühsamen Anlaufschwierigkeiten mit der T-Com hatte, nervte mich der tägliche Anblick des magenta-farbenen Turms zunehmend. Der Fernsehturm hatte mich als Sehenswürdigkeit positiv überrascht. Besondere Freude bereitete mir die Ästhetik im drehenden Turm-Restaurant hoch über der Stadt und der Eingangsbreich des DDR-Prestigebaus, der in den 60er-Jahren errichtet wurde.


Gerade solche penetranten Werbeaktionen wie der T-Com-Fernsehturm bringen mich zu einer gewissen Überzeugung, dass sich der Staat unbedingt zurückhalten sollte, bevor er alles in die Hände privater Firmen abgibt. Grossunternehmen mögen zwar als nette Sponsoren auftreten, wollen sich dafür aber mächtig selbst in Szene setzen. Auf ähnliche Gedanken brachte mich die neulich entdeckte "Volkswagen-Universitätsbibliothek" bei der Technischen Uni Berlin.




Der nächste Werbestreich der T-Com ist übrigens bereits geplant: Die Fußball-Bundesliga heisst wohl ab nächstem Jahr „T-Com-Bundesliga“.

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