Montag, Juli 03, 2006

WM zum Zweiten

Die Schweizer Nationalmannschaft weilt seit einer Woche nicht mehr im Lande. Bissige Kommentare über das peinliche Penaltyschiessen – hierzulande Elfmeterschießen genannt – müssen aktuell wohl viele Schweizer Landsleute im ausländischen Exil über sich ergehen lassen. Und obwohl ich nie patriotisch genug war, um mich in flaggenfarbene Fanmontur zu werfen (wie jene junge Schweizerin, die ich vor dem Schweiz-Korea-Spiel im Berliner Treptower Park fotografiert hatte), habe ich mit der Schweizer Nati mitgefiebert und war zugegebenermassen schon auch etwas enttäuscht als die Ukraine jubelte, obwohl doch die Schweiz besser gespielt hatte. Patriotismus ist eben im Ausland immer schöner.




Dass nun Brasilien gegen „les bleus“ verloren hat, macht die wunderschön gemalten Grafittis von Ronaldo und Ronaldinho neben der Oberbaumbrücke in Kreuzberg zu einer schmerzhaften Erinnerung an die Niederlage.
Vielleicht kann nun der Fussballengel, Bestandteil einer anderen kunstvollen Hausbemalung nahe dem Oranienburger Tor (die sich leider später als versteckte Nike-Werbung herausstellte), wenigstens die deutsche Nationalmannschaft am Dienstag ins Finale begleiten. Es würde die ansteckende euphorische Stimmung im Land noch etwas verlängern, was auch mich freuen würde, obwohl ich neulich in einem Artikel WM-kritische Stimmen für das neue Internetzeitungs-Projekt Readers Edition zusammengefasst habe.


Nachtrag zum Eintrag über Ampelmännchen:

Auf der WM-Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule (Foto: Blick von der Siegessäule Richtung Brandenburger Tor) herrscht eine Art Jahrmarktstimmung, wenn gerade keine Fussballspiele auf die riesigen Bildschirme übertragen werden und Tausende von Fussballfans jubeln und feiern.
Ein Stand auf der Fanmeile beweist, dass sich die Kombination Fussball und Verkehrsampeln durchaus für einen Lebensunterhalt eignen:

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