Montag, Oktober 09, 2006

Mauer damals - Mauern heute

Die Berliner Mauer ist nach wie vor die bekannteste ihrer Art, obwohl die Überreste nun bloss noch zu Gedenkzwecken und zur billigen (allerdings nicht erlaubten) Souvenirbeschaffung genutzt wird.
Im Gedenken der damaligen Mauertoten, der Schicksale getrennter Familien und weiterer schauderhafter Vorfälle, die der Mauer geschuldet sind, wird immer wieder ausgeblendet, dass andernorts auch Mauern stehen, wo sich jetzt das ereignet, was man in Bezug auf die deutsche Vergangenheit beklagt:

Zum Beispiel die Mauer zwischen Israel und der Westbank und jene zwischen Mexiko und den USA. Im Grunde fehlt ja nicht mehr viel, bis die Blocher-Schweiz eine grosse Mauer der europäischen Isolation um ihr Territorium aufgebaut hat, wie auch Rafael vom Gedankenbörsenblog kommentiert.

via: eDemokratie, ein ohnehin empfehlenswertes Blog

15 Comments:

Anonymous regular said...

auch stasi-methoden erfreuen sich offenbar ungebrochener beliebthait.

10/09/2006 05:57:00 nachm.  
Blogger sarah said...

Wie ein fleissiger Züri-Berlin-Leser richtig bemerkte, handelte sich bei der Berliner Mauer um eine Methode, Menschen daran zu hindern, ein bestimmtes Territorium zu verlassen. Die meisten anderen Mauern werden eher aus umgekehrtem Grund gebaut: um einen Schutzwall zu errichten gegen aussen, um sich von anderen abzugrenzen, um andere daran zu hindern, das eigene Territorium zu betreten.

10/18/2006 07:39:00 nachm.  
Anonymous Konrad said...

Wer die Berliner Mauer -und ihre Opfer- mit den Grenzbefestigungen in Mexico und Israel vergleicht der

-hat keine Ahnung was die Berliner Mauer (und die deutsche Teilung) war.

-will damit Dinge in eins setzen die nicht in eins gehören.

Die einzige "Mauer" die mit der Berliner Mauer (und der innerdeutschen Grenze) vergleichbar ist befindet sich zwischen Nord- und Südkorea.

10/14/2007 10:47:00 nachm.  
Blogger sarah said...

Danke, lieber Konrad, für den Hinweis. Lass mich klarstellen, dass es mir nicht um einen Vergleich dieser in der Tat sehr unterschiedlich begründeten Mauern ging, sondern bloss um die Tatsache, dass in Berlin das Leben mit Mauer noch sehr präsent ist, obwohl es Vergangenheit ist, während anderswo das Leben mit Mauer Gegenwart ist.

10/15/2007 09:55:00 vorm.  
Anonymous Konrad said...

@regular
Dein Post lässt mich vermuten daß Du a) nicht weist was genau die Stasi war und b) nicht weist was die Mittel der Stasi waren um Leben zu zerstören, Menschen zu zerstören und zu zersetzen.
Nur die -von mir angenommene- Gnade Deiner späten Geburt entlastet Dich da. Wenig.

@Sarah
Ja, aber genau da frage ich dann: Wieso vergleichst Du dann doch unvergleichbares?
Nord- und Südkorea sind wohl der EINZIGE richtige Vergleich (der mir im Moment einfällt)
Grüße aus Berlin-Moabit!

10/15/2007 10:03:00 vorm.  
Blogger sarah said...

Du scheinst sehr genau zu wissen, was die einzig richtige Betrachtungsweise der Welt ist, lieber Konrad. Ich fürchte deshalb fast, du könntest noch besserwisserischer veranlagt sein als ich selbst...

10/15/2007 10:22:00 vorm.  
Anonymous Konrad said...

Das kann durchaus sein ;) ... ABER: Ich kenne die Welt schon ein wenig länger... und manches erschließt sich erst mit den Jahren.
Und das ist so!

Und: Wieder Berlin - oder doch lieber wieder ZH?

10/15/2007 10:53:00 vorm.  
Anonymous Reto said...

Ich bin ganz der Meinung von Konrad: Die Mauer der DDR ("niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen") kann man NICHT mit den Mauern in Israel und schon gar nicht mit der Grenzmauer von USA/Mexiko vergleichen! Die DDR wollte niemanden in den "b�sen" Westen lassen und erschossen die, die es versucht hatten. Israel dagegen will einfach nur verhindern, dass islamische Terroristen sich in Restaurants oder Bussen in die Luft sprengen. Ist das verboten? Und die USA wollen einfach ihre souver�ne Grenze sichern und nicht t�glich tausende illegal ins Land lassen. Die Mauer ist im �brigen nur auf einem kleinen Teil der Grenze!

10/15/2007 04:35:00 nachm.  
Anonymous Konrad said...

Nun habe ich nochmal nachgelesen:

ZITAT
Im Grunde fehlt ja nicht mehr viel, bis die Blocher-Schweiz eine grosse Mauer der europäischen Isolation um ihr Territorium aufgebaut hat, wie auch Rafael vom Gedankenbörsenblog kommentiert.
ZITATENDE
Also: Ich denke - wer sowas schreibt hat doch nicht mehr alle Nadeln an der Tanne. Die Vergleiche mit der Berliner Mauer sind sowieso obsolet. Und so zu tun als wolle die SVP eine Mauer um die Schweiz ziehen: Das ist totaler Quatsch. Die SVP ist für die Ausschaffung krimineller Ausländer. Das ist doch voll OK, ich wollte die Deutschen würden sich auch mal aufraffen und die Kriminellen in hohem bogen aus dem Land werfen. Die missbrauchen das Gastrecht - und fliegen in allen anderen Ländern auch zurecht raus. (Klau mal als Schweizer in den USA - da sitzt Du schnell im Flieger: Versprochen!)
Die Statistik spricht eine klare Sprache. 85% der Vergewaltiger bspw. sind Ausländer. Schon davon gehört?
Raus mit denen. Nach verbüßung der Haft. Bei kleineren Delikten - raus sofort nach dem Urteil.

10/17/2007 11:55:00 vorm.  
Blogger sarah said...

@ Konrad

Es würde mich interessieren, woher du offenbar so genau weisst, dass ich für kriminelle Ausländer bin. Hat dir das etwa auch der besonders heroische Google-Paparazzi "Winkelried" eingeflüstert? Oder weisst du einfach sonst vielleicht immer alles etwas genauer als die anderen? Vielleicht kennst du ja meine Meinung genauer als ich selbst. Ich werde dich nächstes Mal fragen, wenn mir grad nicht einfällt, welcher Meinung ich eigentlich bin.

Wir leben in der Schweiz in einem Rechtsstaat. Die Gesetze sind eindeutig und alle Kriminellen gehören verurteilt, und kriminelle Ausländer zudem sofort ausgewiesen. Um dieser Meinung zu sein, muss man nicht in der SVP sein oder den winkelriedschen konservativen Schweizer Demokraten angehören. Die reden und plakatieren einfach ziemlich unüberhörbar und unübersehbar, so dass man meinen könnte, es gäbe diese Gesetze nicht.
Dass du von Berlin aus scheinbar so besorgt bist um unser Ländchen, finde ich sehr erstaunlich.

10/17/2007 03:52:00 nachm.  
Anonymous Konrad said...

Aha, Sarah, das ist doch ein Standpunkt.

ABER: Wie gehts damit ----

"X-tra-Schläger (17) hat schon getötet
Der 17-jährige Jugendliche, der im Zürcher Club X-tra einen Altersgenossen schwer verletzt haben soll, ist kein Unbekannter. Er hat bereits im letzten Januar am Bahnhof Hedingen einen 39-jährigen Mann bei einer Schlägerei umgebracht.
Beim aktuellen Vorfall hielt sich der Schweizer Staatsangehörige serbischer Abstammung in der Nacht auf den vergangenen 7. Oktober im Zürcher In-Club X-tra auf. "
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/27317765

Die Gewalt- und Kriminalitätslawine rollt. Hoffentlich wird euer schönes Land nicht davon überrollt...

10/18/2007 09:19:00 vorm.  
Anonymous Konrad said...

Bin sehr gerne in der Schweiz, oft beruflich in Zürich... deswegen auch das interesse. Zürich-Berlin - das bin ich (zu) oft gefahren im letzten Jahr...

10/18/2007 09:21:00 vorm.  
Blogger sarah said...

Ach so, einer dieser Züri-Berliner...

Verstehe auch nicht, warum ein Mörder, wenn schon nicht ausgewiesen, wenigstens richtig eingesperrt wird! Da müssen die bestehenden Gesetze besser durchgesetzt werden.

P.S. Es gibt in diesem Blog noch andere Beiträge, nicht nur diesen wegen des Stichworts "Blocher" von Winkelried verlinkten Beitrag.

P.S. Was du bei Winkelried mit WEITERMACHEN und "mehr Bildern von Randalierern" meinst, verstehe ich nicht. Ich finde es lächerlich, offen gestanden auch sehr verletzend, wenn auf diese Weise Wahlkampf geführt wird. Die Grüne Partei, der ich im Übrigen explizit nicht angehöre, hat sich deutlich von der Gewalt distanziert und offiziell nicht an der Demonstration teilgenommen.

10/18/2007 10:47:00 vorm.  
Anonymous Konrad said...

Ich finde es völlig in Ordnung -und auch RECHTENS- wenn im Internet Bilder von Randalierern und Gegendemonstranten veröffentlicht werden.

Eine Demonstration ist per se eine ÖFFENTLICHE Veranstaltung - und damit ist ein fotografieren und veröffentlichen von Teilnehmern rechtens. Und ich finde es gut wenn diesen Gewaltsumpf-Anhängern die anonymität genommen wird.

Ich habe kein Problem mit Grünen - war selber einer. Hmmm, länger her. Aber seitdem in D die linken Spinner (Trittin, Roth, Ströbele, Bütikhofer ect.pp.) die politische Richtung bestimmen sind die Grünen nicht mehr grün sondern rot. Und DA seh ich rot. (Die Grünen in D waren eine durchaus konservative Partei; Umwelt bewahren, Menschen schützen etc /Erst durch die Übernahme durch Kommunisten -siehe oben- sind die Grünen das geworden was sie sind, eine konservative Wählerschaft wählt linke Aktivisten)

PS Winkelried (Herr R.) finde ich gut. Und natürlich angreifbar.

Aber vor allem seine Medienkritk ist doch Kult!

10/21/2007 09:24:00 vorm.  
Anonymous Konrad said...

Nur noch soviel:

Bei der Befragung der Stichprobe von 1536 Journalisten im Frühjahr 2005 kam Bündnis 90/Die Grünen auf satte 35,5 Prozent (1993: 17,4 Prozent) vor der SPD mit 26 Prozent (22,5 Prozent); die CDU/CSU landete mit 8,7 Prozent (10,6 Prozent) abgeschlagen auf dem dritten Platz. Immerhin 19,6 Prozent der befragten Journalisten neigen aber gar keiner Partei zu. Ingesamt verorten sich die Journalisten – übrigens in allen Demokratien westlichen Typs – politisch leicht links von der Mitte. Die Kolleginnen und Kollegen werden etwas weniger links vermutet, die eigenen Medien aber mehr oder weniger rechts von der Mitte eingeordnet.

http://www.zeit.de/2005/41/Journalisten?page=all

10/21/2007 10:58:00 vorm.  

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